Home - Hydroforming.net
Hydroforming.net    
  English Start Page <- Back - Deutsche Start Seite <- Zurück       All rights reserved. © Hydroforming.net by Boerries Burkhardt .

 

 

Hydroforming.net News

Contact:

hde Metallwerk GmbH
Balver Str. 92
58706 Menden

phone: +49 (02373) 166-0
fax: +49 (02373) 166-340
internet: http://www.hdemetal.com
eMail: info@hdemetal.com

"Hydrostatisches Streckumformen" - ein neuer technischer Begriff

Unter diesem neuen Begriff versteht man das Abstrecken von metallischen Körpern aus einer ursprünglich kleineren in eine größere Oberfläche. Dies geschieht mit Wasserdruck um 2000 bar, der bei rohrförmigen Körpern von innen allseitig und gleichzeitig wirkt und plastische Umformungen in alle Richtungen auslöst.


Abbildung: Trichter und Konen

Wird nun dieses durch eine Werkzeugkavität begrenzt, so entsteht aus einem glatten gebogenen oder "geknautschten" Rohr-Rohling eine komplexe Form. Dieses Abstrecken bewirkt eine präzise reproduzierbare Formgebung ebenso wie signifikant gesteigerte Schwingfestigkeitswerte. Dadurch kann ein Materialeinsatz deutlich reduziert werden.

Früher war bei den vorwiegend mechanisch wirkenden Umformverfahren der Begriff "Strecken" häufig mit "Schrecken" verbunden, weil unmittelbar die partielle Einschnürung folgen konnte und das Bauteilversagen einsetzte. Dies wurde begünstigt durch Stahlwerkzeuge, die in ein Werkstück eintauchten, und optimal angepaßt und geschmiert werden mußten. Um das Material partiell nicht zu überfordern, war viel Erfahrung nötig. Oft ergaben sich auch Probleme durch unterschiedliche mechanische Werte bei Chargenwechsel oder ganz einfach durch Toleranzabweichungen in den Abmessungen der Rohlinge.

Der Vorteil der Hydrostatischen Streckumformung ist, daß Material zunächst mit Wanddickenausgleich durch Ausdehnen und Ausdünnen ganzer Bereiche reagiert, bevor es zum Versagen kommt. Fertigungsprozesse können deshalb im Vorhinein auf diese Besonderheit eingestellt, chargen- und toleranzunabhängig aufgebaut werden. Eine zuverlässig funktionierende Serienproduktion ist somit möglich.

Eine weitere Besonderheit liegt darin, daß kein Faltenwurf entsteht. Falten sind immer ein Zeichen von Materialüberschuß sowie von Druck-Zug-Spannungsüberlagerungen.

Beim Abstrecken geschieht das genaue Gegenteil. Es werden nur uniforme Zugspannungen eingebracht und ein Faltenwurf aus Materialüberschuss ist unmöglich. Ebenso fehlen die Phänomene "Reibung" und "Verschleiß".

Arbeiten von Herrn Prof. Dr.-Ing. Adolph Neubauer weisen nach, daß das Umformvermögen praktisch aller umformbaren Werkstoffe bei Anwendung hydrostatischer Verfahren nun bis zu 30 % besser nutzbar gemacht wird.

Eine Umformung findet innerhalb der Gleichmaßdehnung statt, die auf der halben Strecke der Bruchdehnung liegt. Bei höheren Umformgraden kann der Prozeß nach einer Glühoperation einmal oder mehrmals weitergeführt werden. Als Werkstoffe eigenen sich alle, die ein natürliches Dehnvermögen aufweisen und auf ihrem Entstehungsweg hauptsächlich durch Kaltumformen hergestellt wurden. Diese weisen ein Optimum an Legierungsbestandteilen und Duktilität auf.

Mit Hilfe der Hydrostatischen Streckumformung entstehen also in rationeller Weise freie Formen, wie sie bisher als nicht herstellbar galten.

Die Hydrostatische Streckumformung zeichnet sich durch Allgemeingültigkeit und durch vielseitige Produkt-Geometrien und Produkte mit technischem Anspruch und langer Lebensdauer aus.

Mit freundlicher Genehmigung der hde Metallwerk GmbH.

 

last update: 2001-02-18 21:56
Contact Hydroforming.net

Copyright © 1998-2001 Hydroforming.net by Boerries Burkhardt.
Hydroforming.net is not responsible for the correctness of this information.
All rights reserved.